• 14Dez
    Category: Projekte Bildung

    SINO-AUSTRIAN CENTER FOR MEDIA&MARKETING (SIAC M&M)

    1. Allgemeine Prämissen:

    Das SIAC M&M versteht sich als Agentur und Clearing House einer strategisch und inhaltlich definierten Entwicklungszusammenarbeit zwischen der Fudan University Shanghai und dem M&M Bildungsprogramm der Foundation, deren akademische Projektkomponenten (education and research) von einem Konsortium (bestehend aus Fudan Universität, Universität Salzburg, Universität Wien, FH St. Pölten) über Vermittlung durch Eurasia-Pacific-Uni-Net realisiert werden.

    Das strategische Interesse der in der Foundation zusammengeschlossenen Unternehmungen ist es, auf dem chinesischen Medienmarkt eine player-Rolle zu übernehmen, diese aber durch begleitende Bildungsaktivitäten mit einer Werte stiftenden Investition zu verbinden. Diese Kombination ermöglicht auch ein sharing of benefits.

    In diesem Sinne wurde im November 04 zwischen diesen drei Einrichtungen ein Vertrag geschlossen, der eine interuniversitäre (Ausbildung und Forschung) wie auch eine gemischte (Universitäten und Betriebe in Forschung und Weiterbildung zusammenschließende) Kooperation vorsieht.

    Es ist die Absicht seitens der österreichischen Partner alle Voraussetzungen für eine qualitätsbewusste und effektive Kooperation bis zur Inauguration des Centers an der Fudan University Shanghai, vorgesehen für Mai 05, zu schaffen. Dies beinhaltet folgende Vorarbeiten:

    * Feasibility-Koordinaten des Curriculums,

    * Koordinaten für das Forschungsprogramm

    * Koordinaten für die Verschränkung von education, research program und train-the-trainer-program (academy)

    2. Qualitätsanspruch

    Die akademische Kooperation der österreichischen Einrichtungen mit der Universität Fudan ist inhaltlich und strategisch (Forschung und Lehre) auf auf jenen gesellschaftlichen Kontext (Wirtschaftskultur) ausgerichtet, durch den Medien und Marketing eine funktionale Einheit darstellen und zueinander ein qualitätsstiftendes Verhältnis darstellen. In diesem Sinne sind fachliche Qualität und internationale Reputation des gesamten Projektes dadurch zu erreichen, dass es sich (insbesondere in Forschung und Lehre) auf folgende drei Thematisierungsperspektiven konzentriert:

    * ÖKONOMIE:
    Medien und Marketing als Wirtschaftsthema (Betriebswirtschaft und Management, Medienökonomie)

    * TECHNOLOGIE:
    Medien und Marketing als Thema der Technologie (Medien- und Kommunikationstechnologie, Technbologie als Organisationsressource)

    * KULTUR:
    Medien und Marketing als Thema der Kultur (Medienkultur, Unternehmenskultur, Medien- und Unternehmensethik)

    Berücksichtigt man diese Multiperspektivität als entscheidenden Qualitätsfaktor das gesamte Kooperationsprogramm, dann ergibt sich vor allem für den akademischen Programmteil eine doppelte Herausforderung der transkulturellen Kompetenz:

    * Transkulturalität der Inhalte:
    Aufmerksamkeit für die zwischen den Ländern bestehenden kulturellen Unterschiede in Medienkultur, Wirtschaftskultur, sozialer Gebrauch von Technologie

    * Transkulturalität der Kooperation:
    Wahrnehmung der kulturellen Unterschiede zwischen den akademiscchen Systemen (gesellschaftlicher und gesellschaftspolitischer Lehr-Lernkontext, akademische Strukturen).

    3. Competence Sharing System

    Seitens der österreichischen Partner in dem Konsortium wird diese mehrfache transkulturelle Dimension, die sich aus dieser Kooperation ergibt, als Chance für die Reputation des gesamten Projekts wie auch als Bench Mark- Qualität für das Curriculum und für das Forschungsprogramm erachtet. Um so wichtiger ist es von Anfang an darauf zu achten und (auch) das Projektmanagement darauf auszurichten, dass sowohl die Entwicklung des Curriculums wie auch des Forschungsprogramms so verläuft, dass durch ein sharing of competences zwischen den Partnern diese Transkulturalität als Ressource (und im internationalen Vergleich als Bench Mark) für ein differenziertes und qualitätsbewusstes Programm genutzt werden kann.

    In diesem Sinne ist die Ausgangslage für die österreichischen Partner folgendermaßen zu beschreiben:

    * Sie sind an einem gegenseitigen Austausch von Erfahrung, Wissen und Kompetenz interessiert,

    * sie nehmen Rücksicht auf spezifische Traditionen und Einrichtungen des akademischen Betriebes der chinesischen Partner-Institutionen,

    * sie verstehen den Transfer von Know-how nicht als Vorgang eines Export-Import-Vorganges, sondern als gemeinsame Analyse jener vor Ort gegebenen oder zu entwickelnden Bedingungen und Ressourcen, durch die ein mit der Kultur des Landes und der Selbstdefinition der akademischen Einrichtungen kompatibles Lehr-Lernsystem und Forschungsprogramm im Bereich Media & Marketing entwickelt werden kann.

    4. Double Degree Program: Media-Marketing Studies

    Der Aufbau des educational programs muss in diesem Sinne als sensibles
    Element in dem Projekt gelten. Daher ist von folgenden Überlegungen
    auszugehen:

    * Um einerseits die chinesischen Partner im Sinne dieser Prämissen nicht zu Betroffenen, sondern zu Beteiligten zu machen und ihnen die Chance zu geben ihre Ideen, Interessen und Erfahrungen einzubringen,

    * um rechtzeitig alle Faktoren einzurechnen, die seitens der kulturellen, fachlichen und/oder akademischen Gegebenheiten in China relevant sind,

    * und um nicht irgendein Allerweltsprogramm von Medien & Marketing aufzustellen, sondern eines, das sich auf diese Besonderheiten dertrankskulturellen Zusammenarbeit einläßt, braucht es eine Curriculum-Entwicklung im Sinne einer

    Feasibility Study (01/05 – 05/05) die folgende Arbeitselemente beinhaltet:

    * Sekundäranalysen von international vergleichbaren, qualitätsbewussten Ausbildungsprogrammen (Inhalte, Ziele, Didaktikstrukturen etc.)

    * best practice / Qualitätsbilder im Hinblick auf die Integration von Ökonomie/Technologie/Kultur

    * Erwartungsanalysen aus Praxisbereich (AT / CH)

    * Professional Profiles (Kompetenzen/outcomes)

    * Berufsbildanalysen (transversale Qualifikationenzwischen Technologie, Ökonomie, Kultur)

    * Faktor Kultur (z.B. Mediengebrauch)

    * Faktor Transformation der Medienarbeit (Marketing in Medienbetrieben / Medienarbeit auf dem non-media-Markt

    * Faktor Technologie als Ressource der Veränderung von Medienarbeit bzw. Praxis des Marketing

    * Faktor akademisches Lehr-Lernsystem (Leistungskriterien, Evaluationssysteme etc.)

    * Faktor internationale Trends

    * Universitätsrechtliche Rahmenbedingungen

    Arbeitsplan / Feasibility Study (01/05 – 05/05):

    * Web-Recherche und Recherche vor Ort (Global screening / Fragenkatalog für Fudan-Workshop)

    * Workshops 03/05 (Einzelinterviews, Gruppeninterviews) an der Fudan-University: Interviews mit relevanten Personen / Institutionen (support durch Fudan: Vertreter der akademischen Lehre, Experten aus Medienhäusern, aus dem neuen Medienbereich, aus Marketing / aus Werbe-Agenturen, Kommunikations- Experten aus großen Organisationen (NPO, NGO,GO), mögliche Partnerinstitute / Organisationen / Unternehmungen mit Interesse / Kompetenz im Bereich M&M (Hintergrund: Systemtransformationen im Medienbereich bedenken, die Entwicklung von Berufsbildprofilen mitdenken: Marketing in Medienhäusern, Mediamarketing in Organisationen.

    * Arbeitsmethode: 2 Teams (2 Interviewer plus Vertreter aus Fudan), 4 Interviews pro Tag, vier Tage, anschließend zwei Tage Workshop/Gruppendiskussion. Vorbereitung und Selektion der Kontaktpersonen/-organisationen/-institutionen durch die School of Journalism/Fudan University

    die Interviewer Teams: 2 wissenschaftl Mitarbeiter Vie / Sbg /StP bilden je ein Interviewer-Team, mit Fachvertretern der School of Journalism/Fudan-University werden die Ergebnisse vor der definitiven Curriculumentwicklung diskutiert, um die Ergebnisse mit den Erwartungsprofilen der fachvertreter zu homogenisieren. Anschließend im Rahmen der Inauguration des Centers im Mai 05 in Shanghai präsentiert.

    Weitere Recherchen:
    Implementierungsvorgaben durchStudienprogrammvorgaben / Unis, Lektoren / Dozenten / Didaktik benchmarks, e-/blended learning-components
    Assessment/Zulassungsbedingungen, Semesteranzahl Evaluationssysteme / Zertifizierung (credits and credit transfer system)

    Arbeits- und Kostenkomponenten für die feasibility / curriculum:

    Wiss. Mitarbeiter:
    Vorarbeiten für Recherche (Orientierung)
    Recherche und Analyse der Programme
    Systemrecherche (akad.)
    Vorbereitung Fudan-Interview
    Kostenpositionen: Mitarbeiter, Mobility, Honorare, Technologie und Administration

    Curriculumentwicklung (05/05 – 10/05)

    Die Ergebnisse aus der Feasibility Studie (Inhalte, Ziele, outcomes, Zertifizierungsaspekte etc.) werden eingearbeitet in ein Curriculum Konzept, das im Sinne der europäischen Studienprogramme modularisiert wird: Basis Module: z.B.

    * Wirtschaftsgesellschaft

    * Kommunikations- / Mediengesellschaft

    * Sozial- und Kulturtheoret. Einführung

    * Kernfach:
    Marketing for Media / Media for Marketing (Interkulturelle Kommunikation
    Medienökonomie

    * Erweiterungsfach:
    Marketing Systems M-Forschung

    * Vertiefungsfach:
    Media Marketing im Mix von Management, Werbung, PR, Journalismus

    * Projektstudie: Masterthesis

    * Internship

    Das bis Okt. 05 fertiggestelle Curriculum muss Anfang des Wintersemesters 05/06, um es (in Verbindung mit den Austauschkomponenten) akademisch zu offizialisieren, den Studienprogrammleitungen der Universitäten Wien und Salzburg zur Diskussion und Genehmigung vorgelegt werden.

    5. Research Program: Media-Marketing Research

    Programmentwicklung (Systemstruktur, Leistungsprofile, Qualitätskriterien)

    Themenfolder (Sekundäranalysen)
    Curriculare Vernetzung (Masterthesis, Internship, Atelier)
    Award System
    Publikationssystem (online, print)
    Vernetzung mit Media& Marketing Academy (College)
    Zeitrahmen: 01/05 – 09/05
    Zuständig: Tom Herdin

    6. Doc- / Post-Doc Studies: Media-Marketing Comparative Studies

    Nominierung von Scholars, Austauschbedingungen formulieren, wechselseitige Vereinbarungen der Betreuung, Thematische Schwerpunkte

    Zeitrahmen: realisierbar: May 05 / Inauguration of SIAC M&M

    Zuständig: Ursula Maier-Rabler

    7. Train-the-Trainer Program: M&M Academy (College):

    Themenaufbau / Programmentwicklung , Veranstaltungskalender, Referenten, Company Membership System (überbetriebliche Fortbildung), Finanzierungsmodell (Foundation), Zertifizierung (Foundation-Reputation)
    In Kooperation mit Rudi Klausnitzer
    Zeitrahmen: bis 09/05
    Zu klären: Status (Foundation), Vernetzung mit Research Program
    Zeitrahmen: 03/05 – 09/05
    Zuständig: Wolfgang Römer

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